Die Technologie

CD-Module (Circular Disc) bestehen im Wesentlichen aus einem Druckrohr, einem Dichtungssystem und einem Stapel von Trägerplatten und Membrankissen

Trägerplatten und Membrankissen

Jedes Membrankissen besteht aus zwei NF/RO-Membranfolien aus Polyamid, die durch den Spacer aus Polyethersulfonpermeat getrennt sind. Der Außendurchmesser wird durch thermisches Schweißen abgedichtet. Durch das zentrale Loch kann das Permeat in das Permeatsammelrohr fließen, während durch den äußeren Schlitz das Speisewasser von einem Kissen zum nächsten fließen kann

Die Membrankissen werden zwischen Trägerplatten gelegt und O-Ringe trennen das Permeat vom Futter und Speisewasser und Konzentrat

Die Trägerplatten sind auf dem Permeatanker gestapelt, der das Permeat sammelt und im Druckrohr installiert ist. Der Druckrohr ist mit Druckplatten und Endplatten verschlossen und über spezielle Schläuche mit den Speise-, Permeat- und Konzentratverteilern verbunden. Alle Anschlüsse befinden sich am oberen Ende des CD-Moduls

Das Speisewasser fließt zuerst von oben nach unten im CD-Modul innerhalb des Spaltes zwischen den Druckrohr und dem Stapel von Trägerplatten. Dann steigt es in einem helikoidalen Muster entlang des Stapels von Trägerplatten an und gewährleistet so ein gleichmäßiges und genau definiertes Strömungsregime auf der gesamten Oberfläche der Membrankissen. Nach dem Durchlaufen des Stapels von Trägerplatten wird das Speisewasser als Konzentrat bezeichnet und verlässt das CD-Modul über den den dedizierten Anschluss

Das Permeat kreuzt die NF/RO-Membranfolien in den Spacer und überlässt die Membrankissen dem Permeatanker in der Mitte des Moduls. Dann verlässt das Permeat das CD-Modul über den dedizierten Anschluss

Innerhalb eines CD-Moduls

Die Vorteile

Die spezifischen Vorteile von CD-Modulen sind folgende:

  • breite Anwendbarkeit, da jedes Membranmaterial verwendet werden kann (solange es thermisch geschweißt werden kann)
  • höchste Wasserrückgewinnung dank des hohen Betriebsdrucks und des optimierten hydraulischen Regimes
  • einfachere Vorbehandlungen im Vergleich zu spiralförmig NF/RO-Wickelelementen
  • geringer Energieverbrauch aufgrund geringer Anforderungen an den Querstrom (im Vergleich zu NF/RO-Rohrmodulen) und geringer Druckverluste (im Vergleich zu anderen NF/RO-Plattenmodulen)
  • längere Membranlebensdauer dank des optimierten hydraulischen Regimes (geringere mechanische Beanspruchung, bessere Kuchenschicht und Kontrolle der Konzentrationspolarisation)
  • einfache Reinigung durch des optimierten hydraulischen Regimes
  • Wartungsfreundlichkeit aufgrund des einfacheren Modulaufbaus im Vergleich zu anderen NF/RO-Plattenmodulen
  • Clusterisierungsfähigkeit zur Reduzierung von CapEx und OpEx im Vergleich zu anderen NF/RO-Plattenmodulen

Insbesondere im Vergleich zu anderen Plattenlösungen vermeidet das einzigartige Design des CD-Moduls:

  • scharfe Kurven im Zufuhr-/Konzentratstrom, wenn der Fluss von einem Membrankissen zum nächsten einer flachen Rampe von 35° folgt
  • signifikante Änderungen in der Größe des Strömungskanals und damit in der Strömungsgeschwindigkeit (die eine Varianz von 10% zeigt)

Dadurch werden die Moduldruckverluste und damit der Pumpleistungsbedarf erheblich reduziert:

Beispiel für Deponiesickerwasserbehandlung

Gesamtpumpenleistungsverbrauch in [kW] (10 m³/h @ 70 bar):

Beispiel für Solekonzentration

Gesamtpumpenleistungsverbrauch in [kW] (10 m³/h @ 120 bar):